"Killerhornisse" ist nicht gefährlich

"Killerhornisse" ist nicht gefährlich

Süddeutsche Zeitung

Eine asiatische Insektenart erobert gerade Deutschland. In anderen europäischen Ländern bekämpft man sie mit drastischen Mitteln - dabei halten Experten das gar nicht für nötig.

Der Raubzug einer Hornisse ist durchaus beeindruckend: Ein tief brummendes, scheinbar träges Insekt stürzt sich blitzschnell auf eine deutlich kleinere Biene. Es packt sie, nach einem erstaunlich lauten, hektisch summenden Gerangel kullert der Kopf der Biene ins Gras. Die Hornisse rollt ihre kopflose Beute in ein handliches Format und fliegt mit ihr davon. So viel Gewalt traut man einem so kleinen Tier gar nicht zu. Hornissen jagen rabiat und können stechen – und wirken wohl deshalb bedrohlich auf viele Menschen.

Kein Wunder, dass eine gerade in Europa stattfindende Invasion Ängste auslöst: Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax), eine Verwandte der europäischen Hornisse, siedelt sich gerade in Deutschland an. Die Art hat bereits weite Regionen in Ländern mit mildem Klima wie Spanien, Portugal, Italien und den Süden Großbritanniens erobert, in Frank- reich gilt sie als etabliert. Die Europäische Kommission schätzt die Asiatische Hornisse als gefährlich für die Honigbiene und sogar für ganze Ökosysteme ein und hat sie auf die Liste der Invasiven Arten gesetzt. In Frankreich stellen Imker Fallen auf, im Internet kursieren Ratschläge, wie man die „Monster“ oder „Killerhornissen“ möglichst effizient bekämpft.
Dabei sind Wissenschaftler keineswegs in Panik:

Hier geht es zum Artikel

Neues