Schicksal aus dem Automaten

Schicksal aus dem Automaten

Welt am Sonntag

In den USA nutzt die Justiz eine Künstliche Intelligenz, die Verbrechen vorhersagt und mitbestimmt, ob ein Angeklagter ins Gefängnis kommt. Kann das gut gehen?

Der bekanntermaßen den Drogen zugeneigte Science-Fiction-Autor Philip K. Dick war ein begabtes Orakel. Eine seiner Kurzgeschichten aus den Fünfzigerjahren verfilmte Steven Spielberg mit Minority Report im Jahr 2002. Der Plot geht so: Tom Cruise arbeitet in einer sogenannten Precrime-Behörde. Dort prophezeien seherisch begabte Menschen zukünftige Verbrechen – so dass der Held die potenziellen Mörder rechtzeitig vor der Tat fangen kann. Achtzehn Jahre nach der Verfilmung ist diese bizarre Geschichte ein Stück Wirklichkeit. In den USA und in Großbritannien verwenden Gerichtshöfe die Software Compas, die Profile über Straftäter erstellt und aus den Daten ermittelt, ob sie in Zukunft neue Verbrechen begehen werden.

Seit Jahren pfuscht künstliche Intelligenz in verschiedenste Bereiche unseres Lebens hinein. Sie entscheidet über Kreditwürdigkeit, Aktieninvestitionen und darüber, welches Weihnachtsgeschenk Oma bekommt. Die Macht der Algorithmen wächst rasant: Immer häufiger bewerten Computer Menschen auch in sensiblen Fragen, die lebensentscheidend sind. Zum Beispiel richten sie darüber, ob eine Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch führen sollte oder ob jemand studierfähig ist. Doch ist es eine gute Idee, diese Entscheidungen Maschinen zu überlassen?

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